
Ein Kunde, der schweigt, ist gefährlicher als einer, der meckert. Wer sich beschwert, gibt dir wenigstens die Chance, nachzubessern — wer einfach nicht mehr antwortet, hat deinen Blogartikel nur bis zum zweiten Absatz gelesen und bucht beim nächsten Mal jemand anderen. Genau an diesem Punkt hat sich die WORTLIGA Textanalyse in meinen Alltag mit Schreibtools und Freelance-Tipps geschlichen: nicht wegen der Rechtschreibung, sondern wegen der Frage, wie viele Leser einen Text überhaupt zu Ende lesen.
Kurzer Transparenz-Hinweis, bevor es an die Textoptimierung geht: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links zu Tools, die ich am eigenen Küchentisch getestet habe. Kaufst du darüber etwas, bekomme ich eine Provision — für dich ändert sich am Preis nichts. Von einer Freelancerin zur anderen: Ich schreibe hier nur über das, was in meinem eigenen Lektorat wirklich einen Unterschied gemacht hat, nicht über das, was am besten klingt.
Was passiert, wenn du einen Blogartikel in die WORTLIGA Textanalyse kopierst?
Ich habe irgendwann sowohl in die WORTLIGA Textanalyse als auch in den Schreibkurs Lexosophie investiert, weil ich für mich entschieden hatte: Wenn ich schon Geld für meine eigenen Texte ausgebe, dann nicht nur für ein Tool, das Fehler zeigt, sondern auch für etwas, das erklärt, warum die Fehler überhaupt passieren.
Kopierst du einen fertigen Text in die WORTLIGA, markiert sie zuerst Passiv-Konstruktionen und Füllwörter gnadenlos in Rot und Gelb — bei mir sah der erste Versuch aus wie eine private Generalabrechnung mit meinem eigenen Text.
Der wichtigste Wert dabei ist der Lesbarkeitsindex, kurz LIX. Anders, als viele annehmen, rechnet die WORTLIGA dafür nicht nach dem englischen Flesch-Reading-Ease-Index — der gilt für deutsche Sätze ohnehin als unzuverlässig, weil unsere Wörter im Schnitt länger sind. Stattdessen setzt sich der Textscore aus Satzlänge, Wortlänge und dem Anteil aktiver Verben zusammen.
Dazu kommt die Satzlänge als eigener Faktor: Reißt ein Satz die Zwanzig-Wörter-Marke, markiert das Tool ihn, und fast immer lohnt es sich, ihn zu teilen — der Text bekommt sofort mehr Luft. Genauso konsequent markiert die WORTLIGA Weichmacher wie 'könnte', 'sollte' oder 'müsste', Wörter, mit denen sich Unsicherheit im Text prima verstecken lässt, gerade bei Sales-Texten, die eigentlich Klarheit brauchen.
Als Faustregel für Blogartikel im DACH-Raum ziele ich auf einen LIX unter 45. Alles darüber liest sich für die meisten Leute auf dem Smartphone zäh, unabhängig vom Thema.

Ein Analyse-Tool ersetzt kein eigenes Urteilsvermögen
Bevor ich WORTLIGA und Lexosophie hatte, habe ich ziemlich alles ausprobiert, was kostenlos war. Einmal habe ich einen kompletten Kundentext durch die Rechtschreibkorrektur von Google Docs gejagt und zufrieden abgeschickt — der Kunde hat mir trotzdem drei Fehler zurückgemeldet, die das Tool schlicht nicht erkennt, weil es nur Rechtschreibung prüft, keine Grammatiklogik.
Eine reine Rechtschreibprüfung und eine echte Textanalyse sind für mich zwei komplett unterschiedliche Werkzeuge. Das eine findet Tippfehler. Das andere findet die Sätze, an denen ein Kunde beim Lesen hängen bleibt, ohne selbst genau zu wissen, warum.
Wo genau die Grenzen von Grammatikprüfungen liegen und was sie grundsätzlich nicht leisten können, ist eigentlich ein eigenes Kapitel für sich.
Konjunktiv II war lange der Satztyp, bei dem ich am längsten gezögert habe, bevor ich auf Senden geklickt habe. Dieses Zögern ist inzwischen weg: Wenn ich heute für eine Landingpage einen Konjunktiv-II-Satz brauche, tippe ich ihn einfach und schreibe weiter, ohne kurz zum Duden zu greifen.
Meine befreundete Texterin Bettina Rasch kennt vermutlich jedes Automatisierungstool, das es für Freelancer gibt, und schreibt ihre besten Sätze trotzdem noch handschriftlich, bevor sie überhaupt an den Rechner geht. Wenn selbst sie ab und zu aufs Papier zurückgreift, nehme ich das als Erinnerung, dass kein Tool das eigene Sprachgefühl komplett ersetzt.
Einen Text lasse ich deshalb grundsätzlich erst liegen, bevor ich ihn überhaupt in die WORTLIGA kopiere — eine Runde durch den Rheinpark mit dem Buggy reicht meistens, um im Kopf auf Abstand zu kommen.

Ein Beispiel aus einem laufenden Kundenprojekt
Meine Stammkundin Margit Fröhner schreibt in praktisch jedes Briefing das Wort 'authentisch' und meint jedes Mal etwas anderes damit, mal Tonfall, mal Satzlänge, mal ein Bauchgefühl, das sie selbst nicht genau benennen kann. Bei ihrer letzten Produktbeschreibung für einen kleinen Online-Shop war das Problem trotzdem ziemlich konkret greifbar: Der Text steckte voller 'man kann' und 'vielleicht' und sprach die Kundschaft an keiner einzigen Stelle direkt an. Die WORTLIGA hat mir das sofort gezeigt, noch bevor ich selbst draufgekommen wäre.
Wie sich Textverständlichkeit inzwischen sogar als eigener messbarer Score darstellen lässt, mit einem kompletten Blogartikel als Testfall und echten Vorher-Nachher-Werten, ist übrigens eine Rechnung für sich, die ich an anderer Stelle im Detail durchgegangen bin.
Wer öfter Produktbeschreibungen schreibt, dem lege ich meinen Vergleich zu Tools für Produktbeschreibungen ans Herz, besonders wenn genau dieses Problem — zu vorsichtig formulierte Sätze — regelmäßig auftaucht.
Denselben Blick fürs Direkte nutze ich inzwischen auch, wenn ich versuche, fehlerfreie Newsletter zu schreiben — peinliche Patzer im Postfach eines Kunden sind seltener geworden, auch wenn ich zugeben muss, dass 'seltener' nicht 'nie' bedeutet.
WORTLIGA oder Lexosophie: Was brauchst du zuerst?
Diese Frage bekomme ich öfter gestellt, als mir lieb ist, weil die ehrliche Antwort 'kommt drauf an' lautet. Die WORTLIGA zeigt dir, wo ein Satz kippt — zu lang, zu passiv, zu vorsichtig formuliert. Was sie nicht macht: dir erklären, warum dein Kopf immer wieder in dieselbe Grammatikfalle tappt. Genau das war für mich der Job von Lexosophie, dem Kurs von Kerstin Schimkus — er zeigt eher, warum bestimmte Fehler überhaupt entstehen, mit konkreten Schreibübungen statt reiner Analyse.
Ob sich diese Investition für dich als Freelancerin überhaupt rechnet, hängt stark von deinem Textvolumen ab — dazu habe ich extra vorgerechnet, was Lexosophie Kosten und Nutzen tatsächlich bringt.
Wichtig ist dabei auch, für welche Textsorte du eigentlich schreibst, denn eine Landingpage stellt an Klarheit andere Anforderungen als ein Newsletter oder ein Blogartikel — auch das ist eher ein eigenes Kapitel.
Nach welchen Kriterien man überhaupt zwischen den vielen deutschen Schreibtools auf dem Markt auswählt, ist noch mal eine andere Geschichte für sich.

Mein Lektorat-Workflow mit WORTLIGA im Alltag
Der Ablauf bei mir ist inzwischen ziemlich stabil: erster Entwurf im Flow, ohne auf irgendeine Regel zu achten, dann liegen lassen, dann WORTLIGA von oben nach unten durcharbeiten. Zwischendurch reißt mein Kleinkind mich meistens mindestens einmal aus dem Satz raus, in dem ich gerade stecke: mein Schreibtisch ist schließlich derselbe Esstisch, an dem später Mittagessen stattfindet, mit Blick durchs Altbaufenster in den Hof und einem Duden, der eigentlich nie richtig zugeklappt wird.
Wie man als Freelancerin trotz solcher Unterbrechungen überhaupt eine funktionierende Schreibroutine im Homeoffice aufbaut, ist ein eigenes Thema, das mehr Platz verdient als ein einzelner Absatz hier.
Bei Verkaufstexten macht dieser Prozess noch mal einen größeren Unterschied als bei einem Blogartikel, weil dort jede unnötige Weichmacher-Formulierung tatsächlich Umsatz kostet — wie man Verkaufstexte konkret auf Klarheit trimmt, schauen wir uns an anderer Stelle genauer an.
Lohnt sich die WORTLIGA Textanalyse für Freelance-Texter?
Ja, wenn du Texte schreibst, die verkaufen oder erklären sollen, lohnt sich das Tool für dich. Die WORTLIGA Textanalyse ist seit zwölf Jahren am Markt, du kannst sie einmalig kaufen oder im Abo nutzen, und in der deutschen Texter-Szene kennt sie inzwischen fast jede und jeder, der beruflich schreibt. Das Tool macht mich nicht zu einer anderen Autorin. Es macht meine Texte lesbarer, bevor mir ein Kunde sagt, dass sie sich 'irgendwie verschachtelt' anfühlen.
Falls du zwischen Tool und Kurs noch schwankst, lohnt sich vorher ein Blick in meinen direkten Vergleich Lexosophie oder Wortliga. Und wenn du eh schon am Küchentisch sitzt und dich fragst, warum sich deine eigenen Texte manchmal schwer anfühlen: Kopier den nächsten Absatz einfach mal rein und schau selbst, was rot markiert wird.