
Mein Nacken zieht immer an der gleichen Stelle, wenn ich zum wiederholten Mal über demselben Satz hänge – kurz unterhalb des Schulterblatts, als würde er protestieren, bevor mein Kopf überhaupt kapiert, was an der Grammatik nicht stimmt. Bei Sales-Briefen und Werbebriefen ist das kein Nebenschauplatz: Eine gute Grammatikprüfung entscheidet mit, ob ein Text nach Vertrauen klingt oder nach Bauchladen. Kolleginnen und Kunden stellen mir ständig dieselbe Frage, welche Schreib-Tools beim Sales-Copywriting wirklich helfen und welche nur zusätzliche Arbeit erzeugen – und die Antwort ist nach acht Jahren Freelancer-Weiterbildung in eigener Sache nüchterner, als die meisten hoffen.
Kurzer Fakten-Check, bevor es weitergeht: Dieser Text enthält Affiliate-Links, und wenn du darüber etwas buchst, bekomme ich eine Provision – am Preis ändert das für dich nichts. Getestet habe ich nur, was ich zwischen Kundentermin und Kita-Abholung tatsächlich selbst genutzt habe.
Welche Grammatikprüfung reicht für Sales-Briefe wirklich?
Für die reine Fehlersuche reicht praktisch jedes bessere Tool. Für einen Werbebrief, der einem Coach oder einem kleinen Online-Business Geld einbringen soll, reicht das aber nicht – da geht es um Kasus, um Konjunktiv und um einen Ton, der nach der Marke klingt und nicht nach Textbaustein. Diese Konjunktiv-II-Angst kennt vermutlich jede Kollegin, die mal mit einem falschen Konjunktiv II beim Kunden aufgefallen ist, und sie lässt sich mit einem einzelnen Plugin selten dauerhaft abstellen.
Getestet habe ich einiges. Die Gratis-Version von LanguageTool zum Beispiel, ich habe sie ausgerechnet in einer Phase mit besonders vielen Sales-Pages laufen lassen und sie nach zwei Wochen genervt wieder deinstalliert, weil sie ständig Kommas an Stellen vorschlug, an denen mein Werbebrief bewusst einen Bruch brauchte, um Spannung aufzubauen.

Der Unterschied zwischen Rechtschreibcheck und echtem Sprachgefühl
Dass eine reine Grammatikprüfung an ihre Grenzen kommt, sobald es um Nuancen statt um klare Regelverstöße geht, ist unter Freelancern eigentlich kein Geheimnis. Deshalb bin ich bei lexosophie gelandet, kein Plugin, das rote Wellenlinien unter Wörter malt, sondern ein Schreibkurs-Konzept von Kerstin Schimkus, das auf Sprachgefühl setzt statt nur Fehler zu markieren.
Heute läuft mein Ablauf zweistufig: Zuerst jage ich den Entwurf durch eine Software zum Korrekturlesen von Angeboten, um die groben Schnitzer rauszufischen. Das Training gibt mir danach das Fundament, um selbst zu entscheiden, ob ein Grammatik-Hinweis sinnvoll ist oder gerade den Rhythmus meines Textes zerstört.
Lesbarkeit prüfen ist nicht dasselbe wie Grammatik absichern
Wie verständlich ein Text ist, lässt sich mit dem passenden Tool ziemlich zuverlässig messen, und genau darin ist WORTLIGA Textanalyse seit zwölf Jahren am Markt richtig gut. Der Lesbarkeitswert, den solche Tools ausspucken, zeigt mir sofort, wo ich Schachtelsätze kürzen oder Passiv-Konstruktionen rausschmeißen sollte – tiefer steige ich hier nicht ein, weil das ein eigenes Thema für sich ist.
Gegen Wortwiederholungen unter Deadline-Druck nutze ich zusätzlich gern Tools gegen Wortwiederholungen, weil sich bei mir gern dieselben drei Adjektive einschleichen.

Für einen Sales-Brief ist Verständlichkeit trotzdem nur die halbe Miete: Ein Kunde, der viel Geld für eine Landingpage ausgibt, merkt einen falschen Kasus sofort, auch wenn der Lesbarkeitswert grün leuchtet.
Schreibkurs oder Schreibtool zuerst
Ob Schreibkurs oder Schreibtool zuerst dran ist, hängt meiner Erfahrung nach schlicht davon ab, ob dir Regeln fehlen oder Routine. Eine Frage, die genug Stoff für einen eigenen Artikel hergibt. Für Sales-Briefe würde ich fast immer zuerst zum Kurs raten, weil ein Werbebrief von Vertrauen lebt, und Vertrauen lässt sich nicht in ein Tool pressen.
Ein Investment in die eigene Schreibsicherheit: Die Ergebnisse
Ob sich ein Schreibkurs für Freelancer überhaupt rechnet, lässt sich schwer in einer Zahl ausdrücken, aber am ehesten daran messen, wie oft ich seitdem noch mitten im Schreiben den Duden aufklappen muss. Am Wochenmarkt am Chlodwigplatz hat mir letztens eine Freundin erzählt, dass sie gerade Aerial Yoga in der Kletterhalle ausprobiert, weil sie nach Feierabend den Kopf freibekommen will – bei mir war es kein neues Hobby, sondern ein Kurs, der direkt an meinem Handwerk ansetzt.
Mittlerweile tippe ich einen ersten Entwurf runter, ohne nach jedem zweiten Satz zum Duden-Tab zu wechseln, und genau das merke ich vor allem daran, wie viel schneller ein Text sich rund anfühlt, noch bevor ich überhaupt ans Gegenlesen denke.
Worauf ich bei der Tool-Auswahl für Kundentexte achte
Bei der Auswahl eines Schreibtools schaue ich zuerst, für welche Textsorte es überhaupt gedacht ist, weil ein Tool für Blogartikel andere Prioritäten setzt als eines für einen Werbebrief. Genauso wichtig: Wohin gehen die Kundentexte, die ich da reinkopiere – bei sensiblen Briefings für Coaches oder Therapeutinnen will ich wissen, was mit den Daten passiert, bevor ich sie in irgendein Tool lade. Inklusive Sprache ist bei manchen Kunden inzwischen ebenfalls Pflicht im Briefing, und ein Tool, das Gendern nicht mitdenkt, macht mir da zusätzliche Handarbeit. Als Kriterium bleibt für mich: Löst das Tool ein Problem, das ich wirklich habe, oder fühlt es sich nur wie zusätzliche Arbeit an, die ich mir selbst geschaffen habe?
Für wen lohnt sich welche Lösung?
Wer nur ab und zu einen Newsletter verschickt und hauptsächlich Verständlichkeit checken will, kommt mit einem reinen Analyse-Tool erstaunlich weit – Klarheit im Verkaufstext ist oft simpler zu erreichen, als man denkt, wenn man Schachtelsätze konsequent kürzt. Mit einem Kleinkind, das mitten im wichtigsten Absatz nach Keksen ruft, sieht das anders aus: Unterbrechungen sind gar nicht das eigentliche Problem, fehlende Grammatiksicherheit schon, weil man nach jeder Störung den Faden und die Regel gleichzeitig neu suchen muss. Für Sales-Briefe, bei denen ein einziger holpriger Satz die Conversion kostet, würde ich deshalb lexosophie vor jedem reinen Prüf-Tool empfehlen – und WORTLIGA danach als schnellen Zweitcheck dazuholen.
Am Ende ist eine gute Grammatikprüfung für Sales-Briefe kein einzelnes Tool, sondern eine Kombination: ein schneller Check für die groben Fehler, dazu ein Training, das dir das Sprachgefühl gibt, das kein Plugin ersetzt. Unten siehst du, wie lexosophie und WORTLIGA im direkten Vergleich für mich abschneiden.
| Produkt | Bewertung | |
|---|---|---|
| lexosophie Top Pick | 9.2 | Mehr erfahren → |
| WORTLIGA Textanalyse | 8.5 | Mehr erfahren → |
lexosophie
Vorteile
- + 9 Monate intensiver Zugang für echte Lernfortschritte
- + Von Kerstin Schimkus praxisnah konzipiert
- + Fördert das Sprachgefühl statt nur Fehler zu markieren
- + Perfekt für Freelancer, die ihre Schreibsicherheit stärken wollen
Nachteile
- ✗ Kein Sofort-Fix-Tool wie ein Browser-Plugin
- ✗ Erfordert Zeitinvestition für die Übungen