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Beste Schreibtools für die Erstellung von Styleguides und Wording-Richtlinien

Beste Schreibtools für die Erstellung von Styleguides und Wording-Richtlinien: Übersicht für Corporate Wording und Freelance-Texter
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Die Frage, warum wir auf der Startseite duzen und im Rechtstext siezen, bekomme ich regelmäßig gestellt. Bei mir kam diese Frage nicht von mir selbst, sondern als Sprachnachricht meiner Stammkundin Margit Fröhner rein: Sie arbeite jetzt öfter mit weiteren Texterinnen zusammen, ihr Content-Bedarf sei gewachsen, aber jede neue Person solle ihre Tonalität sofort treffen, ohne dass Margit stundenlang briefen muss. Unterm Strich brauchte sie einen Auftrag zur Styleguide-Erstellung mit klaren Wording-Richtlinien für ihr ganzes Team. Ein sauberer Auftrag für eine freiberufliche Texterin, auf dem Papier zumindest. Am Küchentisch, neben mir der zweite Kaffee, den ich seit einer guten Stunde nicht angerührt hatte und der inzwischen komplett ausgekühlt war, fühlte sich das eher an wie eine Prüfung, bei der ich selbst nicht wusste, ob ich bestehen würde.

Transparenz vorweg, weil das für mich als Freelancerin genauso zur Berufsehre gehört wie korrekte Kommata: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, über die ich eine Provision bekomme, wenn du darüber kaufst. Für dich ändert sich am Preis nichts. Ich empfehle hier ausschließlich Schreibtools und Kurse, die ich selbst über Monate im echten Kundenalltag getestet habe, meistens während mein Kleinkind im Hintergrund einen Turm aus Bauklötzen umwarf.

Warum ein Styleguide mehr Substanz braucht als reines Bauchgefühl

Mein bisheriger 'Styleguide' war eine lose Zettelsammlung plus das reflexartige Aufrufen von Duden.de. Der Duden hat in seiner aktuellen Auflage rund 148.000 Stichwörter — aber der verrät dir nichts über Markenstimme oder Corporate Wording, nur über Rechtschreibung. Genau da liegen die Grenzen jeder reinen Grammatikprüfung, dazu an anderer Stelle mehr. Ein Styleguide muss klären, ob ihr duzt oder siezt, ob ihr Fachbegriffe erklärt oder voraussetzt, und wie ihr mit Gendering umgeht — Sternchen, Doppelpunkt oder neutrale Formulierung, ein Detailthema, das für sich allein einen ganzen Guide füllen könnte.

Einmal habe ich die komplette Duden-Grammatik von vorne bis hinten durchgelesen, in der Hoffnung, danach nie wieder über Konjunktiv II zu stolpern. Zwei Wochen später saß derselbe Fehler wieder in einem Kundentext, fett und unübersehbar. Diese spezielle Angst vor dem falschen Konjunktiv kenne ich gut, aber die ist nochmal ein eigenes Kapitel für sich. Für den Styleguide bedeutete das vor allem eins: Regeln aufzuschreiben reicht nicht, wenn ich sie unter Zeitdruck selbst nicht zuverlässig anwende.

Wer als Freelancerin professionelle Wording-Richtlinien aufsetzen will, braucht mehr Struktur als ein gutes Sprachgefühl. Was mir dabei geholfen hat, keine Duden-Registerkarte mehr für jede zweite Zeile offen zu haben, hab ich in meinem Vergleich zu Lexosophie als Alternative zur Duden Online Prüfung aufgeschrieben.

Aufgeschlagener Duden neben handschriftlichen Notizen für Corporate-Wording-Regeln auf einem Schreibtisch.

WORTLIGA Textanalyse als Schreibtool: Wo ich messe, bevor ich urteile

Bevor ich mich an große Richtlinien wagte, war die WORTLIGA Textanalyse mein Alltags-Tool. Es ist seit zwölf Jahren am Markt und arbeitet mit dem Hamburger Verständlichkeitsmodell — perfekt, um bestehende Kundentexte zu scannen und zu sehen, wo Sätze zu verschachtelt oder zu passiv geraten sind. Wie man die Verständlichkeit eines Textes systematisch prüft, statt nach Gefühl zu urteilen, ist ein eigenes Thema für sich. Der Lesbarkeitsindex, den das Tool am Ende ausspuckt, wäre nochmal ein separates Kapitel.

In einem Styleguide-Prozess nutze ich WORTLIGA, um den Ist-Zustand messbar zu machen: alte Blogartikel reinkopieren, schwarz auf weiß sehen, dass Sätze im Schnitt zu lang sind, und daraus eine harte Regel ableiten — etwa eine Obergrenze von fünfzehn Wörtern pro Satz. Kunden lieben solche Zahlen, weil sie sich danach richten können, ohne jedes Mal nachzufragen. Wie WORTLIGA dabei hilft, die Lesbarkeit spürbar zu verbessern, hatte ich andernorts schon ausführlicher beschrieben — hier nur so viel: Es ist das Thermometer, nicht die Medizin.

Was WORTLIGA nicht macht: sich um Wortwiederholungen in langen Webtexten kümmern — dafür gibt es andere spezialisierte Tools, ein Feld, das ich hier bewusst ausklammere. Genauso wenig sagt es dir etwas über Datenschutz, wenn du sensible Kundentexte in irgendein Onlinetool kippst — das würde ich vorher einzeln prüfen, aber das sprengt hier den Rahmen. Und welche Kriterien generell zählen, wenn du zwischen deutschen Schreibtools wählst, Funktionsumfang, Preismodell, Support, wäre nochmal eine eigene Kaufberatung für sich.

Was sich änderte, nachdem ich in lexosophie investierte

Mitte Februar entschied ich, tiefer zu graben, weil mich die Unsicherheit bei jeder grammatikalischen Zweifelsfrage nervte. Ich meldete mich für lexosophie an, den Schreibkurs von Kerstin Schimkus, mit neun Monaten Zugang zu einem System, das deutlich über reine Rechtschreibprüfung hinausgeht.

Was sich für mich änderte, war der Fokus auf Wirkung statt auf auswendig gelernte Regeln. Über die Praxisübungen lernte ich, Wording-Richtlinien so zu formulieren, dass andere Texterinnen sie tatsächlich anwenden können, nicht nur nicken und dann doch wieder frei schreiben. In der sechsten Woche fiel mir zum ersten Mal auf, dass ich einen kompletten Erstentwurf durchschrieb, ohne nach jedem zweiten Satz zu Duden.de zu wechseln — vorher war das mein ständiger Reflex gewesen.

Ob sich so ein Kurs finanziell überhaupt lohnt für eine Freelancerin, eine echte Kosten-Nutzen-Rechnung, ist eine andere Debatte, die ich getrennt aufdrösle. Und ob am Ende ein Kurs oder ein reines Analyse-Tool die bessere erste Investition ist, hängt stark von der Ausgangslage ab — auch dazu mehr in einem separaten Vergleich. Kerstin Schimkus, bekannt auch durchs Elternförderprogramm, verfolgt einen sehr praxisnahen Ansatz, der mir am meisten in Projekten mit Therapeutinnen und Coaches geholfen hat, wo Empathie in der Sprache zählt und keine Standardfloskel reicht. Mehr dazu, wie ich WORTLIGA parallel im Content Marketing einsetze, steht in WORTLIGA im Test für Content Marketing.

Hände auf der Laptop-Tastatur während einer Lektion im lexosophie-Schreibkurs zu Wording-Richtlinien.

Handarbeit oder Automatisierung — wer entscheidet am Ende?

Heute gibt es genug KI-Tools, die dir per Mausklick einen kompletten Styleguide ausspucken. Das Ergebnis liest sich dann oft glatt, aber seelenlos — als hätte niemand wirklich hingeschaut. Die manuelle Pflege eines Styleguides kostet mehr Zeit am Anfang, dafür bekommst du eine Passgenauigkeit, die keine automatisierte Lösung liefert.

Für eine Therapeutin muss Sprache Empathie atmen, und keine KI weiß von sich aus, dass genau diese Kundin das Wort 'Herausforderung' hasst und lieber von einer 'Lebensaufgabe' spricht. Dass jede Textsorte, Newsletter, Landingpage, Social Media, eigene Anforderungen an dein Schreibtool stellt, merkst du spätestens beim Wechseln zwischen den Formaten. Und wie du eine Markenstimme auch auf einer Über-uns-Seite konsequent durchhältst, ohne dass sie nach drei Absätzen wieder verwässert, ist nochmal ein eigener Sonderfall.

Einen Nachmittag später traf ich mich mit meiner befreundeten UX-Texterin Bettina Rasch zu einem Spaziergang im Volksgarten Köln, den Entwurf noch halb im Kopf. Ich zeigte ihr auf dem Handy einen Absatz aus dem Styleguide, und sie sagte sofort, ganz ohne Umschweife, das klinge, als hätte ich es aus einem Formular abgeschrieben. Sie hatte recht — an meinem Esstisch zu Hause, wo Laptop, externe Tastatur und ein reichlich zerlesenes Wörterbuch neben dem Frühstücksgeschirr stehen, wird jeder Satz zwischen zwei Unterbrechungen geschrieben, und das merkt man dem Text an. Wie man überhaupt eine Schreibroutine zwischen Kita-Abholzeiten und spontanem Kinderchaos aufrechterhält, ist für sich schon ein Kampf, den ich woanders ausführlicher beschreibe.

So entstand der fertige Styleguide für Margit

An einem verregneten Julimorgen setzte ich mich an den finalen Entwurf. Die Erkenntnisse aus der WORTLIGA-Analyse, viel zu viele Schachtelsätze, verband ich mit dem strukturellen Wissen aus dem Kurs. Zuerst das Briefing: Was sind die Kernwerte der Marke, wofür steht Margits Coaching wirklich? Dann die Analyse bestehender Texte, wo weicht der Ist-Zustand von diesen Werten ab. Danach die Definition fester Regeln für Tonalität, Gendering und Fachvokabular. Und zum Schluss Vorher-Nachher-Beispiele, damit die Regeln für neue Texterinnen greifbar werden statt abstrakt zu bleiben.

Herausgekommen ist ein fünfzehnseitiges Dokument, auf das ich zum ersten Mal richtig stolz war, ohne das übliche 'hoffentlich passt das'-Gefühl im Nacken. Margit lobte den ersten Entwurf überschwänglich — und schickte, wie fast immer bei ihr, kurz danach drei Überarbeitungswünsche nach, alle klein, aber typisch für ihre Art zu arbeiten. Wie man Verkaufstexte auf Landingpages allein mit solchen Klarheits-Regeln überzeugender macht, ist ein eigenes Thema, das den Rahmen hier sprengen würde. Genauso das Nachziehen alter Blogartikel eines Kunden auf den neuen Standard, eine Baustelle für sich, die eher selten in einem Rutsch fertig wird.

Ausgedruckter Styleguide mit Corporate-Wording-Regeln bereit zur Übergabe an die Kundin.

Fazit: Werkzeuge geben Freiheit, aber die Entscheidung bleibt bei dir

Wenn du als Freelancerin Styleguides erstellen willst, reicht gutes Schreiben allein nicht — du musst verstehen, wie Sprache als System funktioniert, nicht nur als Bauchgefühl. Für die schnelle Prüfung und die Lesbarkeitsanalyse ist die WORTLIGA Textanalyse unschlagbar, ein Arbeitstier, das seit zwölf Jahren beweist, was es kann. Für das Fundament, für den Aufbau eigener Kompetenz und für Richtlinien mit echtem Bestand, war lexosophie für mich die beste Investition der letzten Zeit.

Die neun Monate Kursbegleitung haben aus mir keine unfehlbare Grammatik-Maschine gemacht (sowas gibt es ohnehin nicht), aber jemanden, die bei komplexen Wording-Fragen nicht mehr ins Straucheln gerät. Die Lehre, die bei mir hängen geblieben ist: Ein Styleguide ist erst dann etwas wert, wenn eine fremde Texterin ihn lesen und sofort richtig anwenden kann, ohne dich zwischendurch anzurufen. Miss also nicht, ob dein Guide gut klingt, sondern ob er ohne dich funktioniert. Wenn dich das bei deinen eigenen Projekten weiterbringt, wirf einen Blick auf die Tools oben — sie haben bei mir den Unterschied gemacht.

Produkt Bewertung
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9.2

lexosophie

Vorteile

  • + Enormer Selbstvertrauens-Boost für Grammatik-Skeptiker
  • + Praxisnahe Übungen statt trockener Uni-Theorie
  • + 9 Monate Begleitung – ideal für den Aufbau echter Routine
  • + Von Experten entwickelt, die den DACH-Markt verstehen

Nachteile

  • ✗ Erfordert Zeitinvestment (keine Quick-Fix-Lösung)
  • ✗ Preislich eher eine Investition als ein Impulskauf
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