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Füllwörter vermeiden und Texte kürzen: Beste Tools für Copywriter

Füllwörter vermeiden und Texte kürzen: Beste Tools für Copywriter

Es war spät am Abend an meinem Küchentisch. Nebenan schlief mein Kleinkind endlich tief, mein Kräutertee war längst kalt geworden, und auf meinem Laptop-Bildschirm leuchtete ein Newsletter-Entwurf für eine Kundin: knapp 800 Wörter, zäh wie Kaugummi, vollgestopft mit eigentlich, gewissermaßen und verschachtelten Nebensätzen, die kein Mensch freiwillig auf dem Smartphone zu Ende liest.

Bevor ich dir zeige, wie ich diesen Text damals gerettet habe, kurz ein offener Hinweis: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links buchst oder kaufst, erhalte ich eine Provision – für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten. Ich empfehle hier ausschließlich Tools und Schreibprogramme, die ich selbst monatelang bei echten Kundenaufträgen durch die Mangel gedreht habe.

Jeder, der wie ich nicht Germanistik oder Journalismus studiert hat – meine Kunstgeschichte-Vorlesungen helfen mir beim Schreiben von Verkaufsseiten herzlich wenig –, kennt diese nagende Unsicherheit. Seit mir vor einiger Zeit ein Kunde einen peinlichen Grammatikfehler in einer fast fertigen Sales Page markiert hatte, saß der Schock tief. Ich begann damals, fast jeden fertigen Entwurf panisch zwischen Duden.de und Analyse-Tools hin- und herzukopieren.

WORTLIGA Textanalyse: Der digitale Rotstift für den Küchentisch

Nahaufnahme eines ausgedruckten Textentwurfs mit farbigen Markierungen für Füllwörter

Mein erster Rettungsanker, wenn ein Text nach dem Schreiben einfach zu schwerfällig wirkt, ist die WORTLIGA Textanalyse. Das Tool ist seit 12 Jahren am Markt etabliert und gehört für viele Texter im DACH-Raum zum festen Inventar. Genau wie beim gezielten Passivsätze vermeiden geht es hier nicht um theoretische Sprachästhetik, sondern um messbare Lesbarkeit.

Das Schöne daran: Du wirfst deinen Rohentwurf hinein, und das Tool markiert dir schonungslos genau das, was den Lesefluss hemmt. Gelbe Markierungen für unnötige Füllwörter, Rot für Bandwurmsätze, Blau für bürokratischen Nominalstil. Im Web-Copywriting gilt schließlich als Faustregel, dass eine durchschnittliche Satzlänge von 15 bis 18 Wörtern ideal für digitale Bildschirme ist. Überschreitest du das dauerhaft, schlägt die Software Alarm.

Zudem zieht das Tool bekannte linguistische Metriken heran, darunter die Wiener Sachtextformel und den Flesch-Reading-Ease-Index. Für Webtexte liegt der Standard-Zielbereich meist bei 60 bis 70 Punkten – ein Wert, der signalisiert: leicht verständlich, ohne banal zu wirken. Als ich damals meinen überladenen Newsletter-Entwurf einfügte, strafte mich das Tool mit einem ernüchternden Score ab. Fast 15 Füllwörter in vier Absätzen, dazu drei Sätze mit über dreißig Wörtern. Ein Klick pro Wort, gestrichen, umformuliert – und die Botschaft war plötzlich glasklar.

Die Krux mit der KI-Konfiguration vs. Handarbeit

Spätestens seit dem Hype um künstliche Intelligenz versuchen viele Kolleginnen, Füllwörter einfach mit ChatGPT oder ähnlichen Sprachmodellen herauszufiltern. Doch hier zeigt sich in der Praxis ein spürbarer Haken: KI-gestützte Analysetools bieten zwar eine höhere Präzision bei der Füllwortidentifikation, erfordern jedoch im Vergleich zu manuellen Prüfmethoden eine deutlich längere Einarbeitungszeit in die semantische Konfiguration.

Wenn du einer generischen KI nur sagst »Kürze diesen Text und streiche Füllwörter«, passiert meistens Folgendes: Sie bügelt den Text glatt, nimmt ihm jede persönliche Stimme und radiert oft auch solche Nuancen aus, die im Storytelling für den Rhythmus essenziell sind. Um einer KI beizubringen, welches eigentlich pure Unsicherheit ist und welches eigentlich eine bewusste dramaturgische Wendung einleitet, musst du seitenlange Prompts und Styleguides vorschalten. Ein regelbasiertes Tool wie WORTLIGA Textanalyse zeigt dir die Stellen dagegen einfach optisch an. Die Entscheidung, ob das Wort fliegen muss oder bleiben darf, triffst du in Sekunden selbst – ganz ohne Programmier-Attitüde.

Vom Symptom-Streichen zum Textgefühl: lexosophie als Vertiefung

Notizbuch mit handschriftlichen Textübungen neben Laptop und Kaffeetasse

Ein Tool kann dir zeigen, wo dein Satz schwächelt. Was es dir aber nicht beibringt: Warum du diesen Satz überhaupt so umständlich gebaut hast. Nach etwa vier Wochen täglicher Kundenentwürfe merkte ich, dass ich das Tool zwar als Krücke nutzte, meine Unsicherheit beim Schreiben des ersten Entwurfs aber blieb.

Deshalb habe ich mir zusätzlich das Schreibprogramm lexosophie von Kerstin Schimkus angesehen. Schimkus ist vielen bereits durch ihr fundiertes Elternförderprogramm bekannt, und ihr Schreibkurs setzt an einer ganz anderen Stelle an als eine bloße Software. Mit einem Kurszugang für 9 Monate geht es dort nicht um das nachträgliche Ausradieren von Wörtern, sondern um handwerkliche Textstruktur. Man lernt, wie man von vornherein Sätze baut, die auf den Punkt treffen, anstatt erst 500 Füllwörter hineinzuschreiben, um sie danach mühsam wieder herauszukratzen. Für mich war das eine wertvolle Ergänzung zur täglichen Routine, gerade wenn es darum geht, den eigenen Schreibstil zu verbessern.

Wann welches Tool am Küchentisch gewinnt

Wenn die Deadline drückt und das Briefing für einen Online-Shop bis morgen früh fertig sein muss, brauche ich keine Schreibübung – ich brauche ein verlässliches Kontrollnetz. Da schlägt für mich nichts den schnellen Durchlauf in der Software. WORTLIGA gibt es als Einzelkauf oder flexibles Monatsmodell; die genauen Konditionen und aktuellen Tarife prüfst du am besten direkt auf der Website des Anbieters, da sich solche Preisstrukturen gelegentlich ändern.

Geht es dir hingegen darum, die eigene Scheu vor komplexer Grammatik dauerhaft abzubauen, hilft dir kein Algorithmus der Welt so sehr wie gezieltes Handwerkstraining. Das eine putzt die Oberfläche ab, das andere stärkt dein Fundament. Am Ende des Tages habe ich gelernt: Ein gestrichenes vielleicht macht den Text kürzer. Das Selbstvertrauen, es gar nicht erst zu tippen, macht ihn unwiderstehlich.

Produkt Bewertung
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8.8

WORTLIGA Textanalyse

Vorteile

  • + Seit 12 Jahren am Markt erprobt und extrem stabil
  • + Sofortige optische Hervorhebung von Füllwörtern und Schachtelsätzen
  • + Klare Lesbarkeitsindizes nach WSTF und Flesch-Formel
  • + Flexibel als Einzelkauf oder Monatsmodell nutzbar

Nachteile

  • ✗ Zeigt nur Symptome, erklärt nicht die Ursache des schlechten Satzbaus
  • ✗ Erfordert immer noch das eigene Urteilsvermögen beim Kürzen
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