TextWerkbank

Beste Tools für Produktbeschreibungen: Software für Online Shops im Vergleich

Schreibsoftware für Produktbeschreibungen im Vergleich: Laptop mit Texteditor für Online-Shop-Texte

Für eine Produktbeschreibung kannst du entweder ein Tool über den Text laufen lassen oder erst verstehen, warum der Satz überhaupt holpert. Bei Produktbeschreibungen für Online-Shops kommt bei mir im Copywriting-Alltag beides vor, aber nie zur gleichen Zeit, und genau in diesem Unterschied steckt die Antwort auf die Frage, welches Werkzeug du zuerst brauchst.

Ein Hinweis, bevor es weitergeht: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu WORTLIGA und lexosophie. Kaufst du über einen dieser Links, bekomme ich eine Provision, ohne dass für dich etwas teurer wird. Getestet habe ich beide über Monate im echten Kundenalltag, nicht nur für diesen Text hier.

Zwei unterschiedliche Antworten auf dieselbe Unsicherheit

WORTLIGA ist eine Schreibsoftware, die deinen Text scannt und in Sekunden zeigt, wo ein Satz zu lang wird oder die Lesbarkeit einbricht. Lexosophie ist dagegen kein Tool in dem Sinn, sondern ein Kurs, der die Grammatik dahinter so erklärt, dass sie irgendwann einfach sitzt. Für Produktbeschreibungen im Online-Shop sind das zwei völlig verschiedene Antworten auf dieselbe Angst: dass eine Kundin beim Lesen über einen Fehler stolpert, den man selbst gar nicht mehr sieht.

Ich hatte davor sogar einen freien Lektor engagiert, der regelmäßig über meine Texte schaute – bis das für eine Freelancerin mit schwankendem Auftragsvolumen irgendwann nicht mehr aufging und ich wieder allein vor dem Bildschirm saß. Ein Lektor kostet Abstimmung und Zeit, eine Software hat wiederum ihre eigenen Grenzen, und irgendwo dazwischen musste ich meinen Weg finden.

Eine Bekannte aus Ehrenfeld nimmt gerade einen eigenen Podcast über Stadtentwicklung auf, und wenn sie mir Sprachnachrichten schickt, in denen sie denselben Halbsatz dreimal neu ansetzt, erkenne ich sofort das gleiche Ringen, das ich früher beim Schreiben hatte. Der Unterschied zwischen einem Gedanken und einem Satz, der auch beim Kunden ankommt, ist größer, als man denkt, wenn man selbst mittendrin steckt.

Nahaufnahme eines Bildschirms mit Textanalyse-Software und Notizen zur Textqualität

WORTLIGA im Test: Was das Tool für Produktbeschreibungen in Serie bringt

Bei einem Projekt mit über fünfzig fast identischen Seifenbeschreibungen für einen Shop hat sich gezeigt, wie schnell Schludrigkeit einschleicht, wenn ein Text dem nächsten gleicht. Genau da kam WORTLIGA Textanalyse ins Spiel: kein neues System lernen, einfach den Text einfügen und sehen, wo ein Satz die Grenze von fünfzehn bis zwanzig Wörtern sprengt.

Genau für diese Textsorte ist das Gold wert. Bei Produktbeschreibungen schreibst du viele kurze Texte in Serie, und da zählt Konsistenz über fünfzig Varianten hinweg mehr als die eine besonders elegante Formulierung in einem einzelnen Text.

Wie das im Detail funktioniert, habe ich in meinem Artikel zum Thema Verständlichkeit von Texten prüfen genauer aufgeschlüsselt. Der Lesbarkeitsindex, den das Tool am Ende ausspuckt, ist dabei nur eine Zahl von vielen – ich schaue trotzdem jedes Mal drauf, bevor ein Text rausgeht.

Copywriting-Tipps in der Praxis: Hand an der Maus beim Überarbeiten einer Produktbeschreibung

KI-generierte Texte oder eigene Formulierung – wo zieht WORTLIGA die Grenze?

Klar, du könntest Produktbeschreibungen auch in Serie von einer KI generieren lassen, und für ein riesiges Sortiment ist das eine reale Option. Bei stark erklärungsbedürftigen Nischenprodukten kostet die Nacharbeit an so einem Text aber oft mehr Zeit, als ihn gleich selbst zu schreiben – die KI kennt schließlich nicht den Grund, warum genau diese eine Seife anders riecht als die zehn davor.

Für die Klarheit im Verkaufstext braucht es dann wieder ein menschliches Auge, das den Unterschied zwischen einem Satz, der nett klingt, und einem Satz, der überzeugt, überhaupt erkennt. WORTLIGA schärft dabei meine eigenen Formulierungen, ersetzt sie aber nicht.

Genau in solchen Sätzen taucht dann auch die alte Konjunktiv-II-Unsicherheit wieder auf, mit der ich lange gekämpft habe – die Details dazu gehören allerdings in einen anderen Artikel.

Wer unsicher ist, ob erstmal das Tool oder der Kurs mehr bringt, findet im Vergleich Lexosophie oder Wortliga eine ausführlichere Gegenüberstellung, bevor wir hier tiefer einsteigen.

Lexosophie: der Unterschied zwischen Fehler finden und Fehler verstehen

Lexosophie ist der Kurs, den ich nutze, wenn ich nicht nur wissen will, dass ein Satz falsch ist, sondern warum. Ein Tool markiert die Stelle, ein Kurs erklärt die Regel dahinter – und nur eins von beiden verhindert, dass derselbe Fehler nächste Woche wieder auftaucht.

Der Zugang bei lexosophie läuft neun Monate, und in dieser Zeit wird die deutsche Grammatik so erklärt, dass sie auch ohne germanistisches Hintergrundwissen hängen bleibt.

Handschriftliche Grammatik-Notizen neben einem Wortliga-Test-Ausdruck einer Produktbeschreibung

Kerstin Schimkus, die hinter dem Kurs steht, erklärt Dinge wie den Konjunktiv oder die Kommasetzung auf eine Art, bei der es bei mir endlich geklickt hat – kein stures Auswendiglernen von Regeln, sondern ein Verstehen, warum eine Regel überhaupt so ist, wie sie ist.

Einen Entwurf schreibe ich inzwischen durch, ohne nach jedem zweiten Satz zum Duden zu wechseln und nachzuschauen, ob der Konjunktiv stimmt – früher war das bei mir anders, und ein Kunde hat mich genau darauf mal in einer Salespage hingewiesen.

Ob sich ein Kurs wie dieser finanziell lohnt, hängt davon ab, wie viele Kundenprojekte du damit rettest – eine Rechnung, die ich lieber jeder Freelancerin selbst überlasse, statt sie hier pauschal vorzugeben.

Ein Punkt, den ich nicht verschweigen will: lexosophie ist noch nicht so lange am Markt wie WORTLIGA, und eine kostenlose Probestunde gibt es nicht – die Entscheidung triffst du ohne vorheriges Reinschnuppern.

Neue Kapitel im Kurs schaue ich mir übrigens am liebsten dann an, wenn aus dem Nebenzimmer gedämpfter Kinderlärm reinkommt und ohnehin nur Arbeiten in Häppchen möglich ist – Unterbrechungen gehören zum Freelancer-Alltag dazu, ob man will oder nicht.

Wortliga oder Lexosophie – wofür entscheide ich mich beim nächsten Produkttext?

Für ein Sortiment mit vielen ähnlichen Produkten, wo Tempo und Konsistenz zählen, greife ich zuerst zu WORTLIGA Textanalyse – der Text ist in Minuten geprüft, und die Lesbarkeit stimmt, ohne dass ich über jede einzelne Regel nachdenken muss. Sobald es aber um wenige, dafür hochpreisige oder erklärungsbedürftige Produkte geht, bei denen ein einziger Grammatikfehler das Vertrauen kostet, würde ich eher zu lexosophie raten, weil dort das Verständnis wächst, das eine Software allein nicht liefern kann.

Am Ende ist die Auswahl zwischen Tool und Kurs für mich eine Frage der Textsorte, nicht der Marke, und beide zusammen haben aus meinen Produktbeschreibungen etwas gemacht, wofür ich früher drei Anläufe gebraucht hätte.

Für Produktbeschreibungen im Online-Shop reicht selten nur eins von beiden auf Dauer. Wer viele Varianten in Serie schreibt, sollte WORTLIGA zuerst ausprobieren, weil der Effekt sofort sichtbar ist. Wer merkt, dass dieselben Fehler immer wiederkehren, egal wie oft die Software sie anstreicht, sollte den Sprung zu lexosophie wagen – nicht, weil ein Tool nicht reicht, sondern weil sich manche Unsicherheiten nur durch Verstehen auflösen. Darum geht es am Ende: um Textqualität, die auch ohne Software-Check hält.

Verwandte Artikel