
Wie oft liest du einen fertigen Webtext noch ein drittes Mal, nur weil du deinem eigenen Konjunktiv nicht traust? Bei mir war das über Jahre hinweg Standard – bis ich anfing, deutsche Schreibtools im direkten Grammatik-Check zu vergleichen, um meine Textqualität wirklich zu verbessern und nicht nur hübschere Copywriting-Tipps zu sammeln.
Bevor es weitergeht, kurz zur Transparenz: In diesem Text stecken Affiliate-Links, unter anderem zu Lexosophie. Kaufst du darüber ein, bekomme ich eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Getestet habe ich jedes Tool selbst, direkt an meinem Esstisch in Köln-Nippes, sonst würde ich es hier nicht empfehlen.
Zum Beruf gekommen bin ich über Umwege – Kunstgeschichte studiert, dann fürs Texten begeistert, weil eine Freundin verzweifelt jemanden suchte, der ihre furchtbare Über-mich-Seite rettet. Seitdem schreibe ich für Coaches, Therapeutinnen und kleine Online-Shops im ganzen DACH-Raum, und Duden.de ist bei mir die meistbesuchte Seite im Browser-Verlauf.
Die Grenzen des Grammatik-Checks in Word bei Webtexten
Word bleibt für die meisten von uns das erste Werkzeug, und die blauen und roten Wellenlinien fühlen sich wie ein Sicherheitsnetz an. Klar erkennt die Software, wenn sich bei den 30 Buchstaben des deutschen Alphabets ein Tippfehler eingeschlichen hat, Ä, Ö, Ü und ß eingeschlossen. Bei der feineren Klinge von Verkaufstexten reicht das aber nicht.
Der Grammatikduden listet etwas mehr als 148.000 Stichwörter, aber die Nuancen im Marketing – wie ein Satz beim Lesen emotional wirkt – stehen in keinem Wörterbuch. Word erkennt nicht, ob ein Satz für eine mobile Landingpage zu verschachtelt ist oder ob der Ton für eine Therapeutin zu forsch klingt.

Reine Rechtschreibprüfung kommt schnell an ihre Grenzen, wenn Duden allein nicht reicht – das ist noch mal ein eigenes Kapitel für sich. Bei mir kam die Ernüchterung, als ich einen kompletten Kundenauftrag durch die Google-Docs-Rechtschreibkorrektur gejagt hatte und trotzdem hinterher ein Fehler beim Kunden aufgefallen ist. Diese Angst vor dem nächsten Konjunktiv-Fehler kennt vermutlich jede Texterin, die mal ein peinliches Kundenfeedback kassiert hat.
Fehlersuche allein ist eben nicht dasselbe wie Sprachverständnis.
Lexosophie markiert nicht nur Fehler, sondern erklärt Sprache
Genau in diese Lücke stößt Lexosophie, ein Kurssystem von Kerstin Schimkus mit neun Monaten Zugang. Anfangs kam mir das lang vor – bis klar wurde, dass sich Sprachgefühl nicht an einem Wochenende einstellt. Statt Fehler nur zu unterstreichen, zwingt der Kurs dazu, aktiv über Satzbau und Wirkung nachzudenken.
Für die Praxis heißt das vor allem eins: Klarheit in Verkaufstexten, die auch wirklich konvertieren sollen, nicht nur grammatikalisch astrein klingen.
Ob sich so eine Investition am Ende auszahlt, ist eine Rechnung, die jede Freelancerin für sich selbst aufmachen muss. Bei mir hat sie sich vor allem in weniger Nachschlage-Zeit pro Kundenauftrag bemerkbar gemacht.
Eine befreundete UX-Texterin, Bettina Rasch, kennt praktisch jedes Automatisierungstool auf dem Markt – und schreibt ihre besten Sätze trotzdem von Hand vor, bevor sie überhaupt an den Rechner geht. Genau dieses Gespür, nicht nur das Tool, war gefragt, als ich für einen Onlineshop aus der Schweiz texten sollte: Standard-Prüfprogramme markieren Helvetismen gern als Fehler, obwohl sie in der Zielregion völlig korrekt sind. Lexosophie hat mir dabei geholfen, für solche Feinheiten ein Gespür zu entwickeln, statt blind dem Algorithmus zu vertrauen.
Welches deutsche Schreibtool passt zu welcher Textsorte?
Neben Lexosophie liegt bei mir seit Jahren auch die WORTLIGA Textanalyse offen im Browser-Tab. WORTLIGA ist seit zwölf Jahren am Markt und für den schnellen Lesbarkeits-Check unschlagbar – wenn ich wissen will, ob ein Blogartikel für Otto-Normal-Leser zu verschachtelt ist, liefert das Tool die Antwort in Sekunden.
Der Lesbarkeitsindex selbst, wie er berechnet wird und was er wirklich aussagt, ist ein eigenes Thema für sich. Und ob ein Text am Ende auch inhaltlich verständlich ist statt nur kurzsätzig, ist noch mal eine andere Frage, die WORTLIGA nur zum Teil beantwortet.
Wonach du dein Werkzeug überhaupt auswählst, hängt stark von der Textsorte ab, an der du gerade sitzt – ein Newsletter braucht andere Prüfkriterien als eine Landingpage, aber das ist ebenfalls ein eigenes Kapitel.

Word übersieht bei langen Blogartikeln nach ein paar Seiten schlicht Dinge, die ihm am Anfang noch aufgefallen wären. Lexosophie dagegen schult den eigenen Blick so weit, dass ich Fehler oft schon sehe, bevor mich ein Tool überhaupt darauf hinweist – das Wissen wandert vom Programm in den Kopf.
Bei einer Headline für eine Psychotherapeutin ging es kürzlich genau darum, ob der Konjunktiv I hier distanzierter wirkt als der Konjunktiv II. Früher hätte ich fünf Tabs mit Foren-Threads offen gehabt, um das zu klären. Diesmal wusste ich es einfach, ohne nachzuschlagen.
So kombiniere ich Word, WORTLIGA und Lexosophie im Alltag
Mein Ablauf ist inzwischen ziemlich klar: Erstentwurf und Briefing-Check laufen über Word, weil es schnell geht und für Tippfehler reicht. Klingt ein Satz beim lauten Vorlesen holprig, geht er durch WORTLIGA für den Lesbarkeits-Check. Zögere ich dagegen beim Konjunktiv oder bei der Tonalität für eine heikle Zielgruppe, ist das eindeutig Lexosophie-Terrain.
Manchmal hilft am meisten eine kurze Runde durch den Rheinpark, wenn ich vom Bildschirm einfach nichts mehr sehe – mit frischem Kopf finde ich danach Fehler, die ich am Tisch übersehen hätte.
Mein Arbeitsplatz ist dabei keine Kanzlei mit Dom-Blick, sondern ein Esstisch mit Laminatplatte in einem Nippeser Altbau – Küche, Esszimmer und Schreibtisch sind hier ein und derselbe Raum, mit einem großen Altbaufenster zum Innenhof. Der Laptop steht neben einer externen Tastatur, daneben liegen ein abgegriffener Duden und ein Synonymwörterbuch, griffbereit für die Fälle, in denen kein Tool weiterhilft. Wie man mit Unterbrechungen im Homeoffice überhaupt umgeht, ohne den Gedankenfaden zu verlieren, wäre nochmal ein eigener Text.
Bei einer Stammkundin, der Münchner Life-Coach Margit Fröhner, taucht im Briefing fast immer irgendwo das Wort "authentisch" auf – mal meint sie damit den Tonfall, mal die Wortwahl, mal einfach kein Buzzword-Bingo. Kürzlich hatte ich für sie einen Blogartikel abgeschickt und erst Stunden später gemerkt: kein einziger Konjunktiv-Fehler war drin, ganz ohne das übliche Nachschlagen danach.
Wer nur ein Tool sucht, das im Vorbeigehen ein paar Kommas korrigiert, kommt vermutlich schon mit Word oder der schnellen Analyse von WORTLIGA hin. Wer aber wie ich davon lebt, dass Kundschaft für richtig gute Texte bezahlt, kommt an einer tieferen Auseinandersetzung mit der eigenen Grammatik nicht vorbei. Mehr Details dazu stehen in meinen Gedanken zu Lexosophie als Duden-Alternative.
Fazit: Das richtige Tool für den richtigen Schritt
Die ehrliche Antwort bleibt ein klassisches Es-kommt-darauf-an. Word ist und bleibt mein Standard für den ersten Entwurf. WORTLIGA übernimmt den finalen Lesbarkeits-Check, gerade bei Themen rund um barrierefreie Sprache.
Mein Schreib-Selbstbewusstsein dagegen verdanke ich klar dem Kurs. Lexosophie hat die Lücke zwischen einem fachfremden Studium und dem harten Copywriting-Alltag geschlossen – wenn du selbst gerade an deinem eigenen Sprachgefühl zweifelst, würde ich es an deiner Stelle einfach ausprobieren.