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Verständlichkeit von Texten prüfen: Warum das WORTLIGA Tool mein Gamechanger war (Update 2026)

WORTLIGA Textanalyse zur Prüfung der Verständlichkeit von Texten – Erfahrungsbericht einer Freelance Copywriterin

18 von 100 Punkten. Mehr hat WORTLIGA einem Blogartikel-Entwurf für eine Kundin zunächst nicht gegeben – und genau diese Zahl hat mir gezeigt, wie sich Verständlichkeit in einem Text tatsächlich messen lässt, statt sie nur zu erahnen. Als Freelance Copywriterin, die Verkaufstexte, Blogartikel und Newsletter für kleine Unternehmen im deutschsprachigen Raum schreibt, verlasse ich mich längst nicht mehr nur auf mein Sprachgefühl. Schreibtools wie die WORTLIGA Textanalyse zeigen schwarz auf weiß, an welcher Stelle ein Text kippt – vom klaren Satz zum bürokratischen Monster.

Kurzer Transparenz-Hinweis, bevor es weitergeht: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kaufst du über einen dieser Links, bekomme ich eine kleine Provision – am Preis für dich ändert das nichts. Vorgestellt werden hier ausschließlich Tools und Kurse, die in meinem eigenen Workflow tatsächlich im Einsatz sind.

Wie WORTLIGA die Verständlichkeit eines Textes bewertet

Ich kopiere heute jeden Entwurf zuerst in die WORTLIGA Textanalyse, bevor er überhaupt in Richtung Kundin geht. Markiert werden Schachtelsätze, Passivkonstruktionen und der typisch deutsche Nominalstil – all die Wörter, die auf -ung, -heit oder -keit enden und aus einem klaren Satz ein bürokratisches Konstrukt machen. Das Tool ist kein Rechtschreibprüfer. Es bewertet, wie leicht ein Satz beim ersten Lesen sitzt, und übersetzt das in eine Zahl zwischen 0 und 100.

Neben dieser Gesamtpunktzahl zeigt WORTLIGA auch einen Lesbarkeitsindex an, ein eigenes Thema für sich, das ich hier nicht weiter aufdröseln will. Wichtiger für den Alltag ist die farbige Markierung: Rot heißt meistens, dass ein Satz beim zweiten Lesen schon wieder verloren geht. Bei besagtem Blogartikel-Entwurf reichte ein Blick auf die Markierungen, um zu sehen, dass fast jeder zweite Satz zu lang geraten war.

Nahaufnahme der WORTLIGA Textanalyse: farbige Markierungen zeigen Probleme bei der Verständlichkeit eines Textes

So erkennst du, dass ein Kundentext zu kompliziert ist

Meine Faustregel: Sobald ein Satz mehr als eine Nebeninformation transportiert, wird er für die meisten Leserinnen zur Stolperfalle. Ich prüfe das inzwischen nicht mehr nur nach Gefühl, sondern schaue mir an, wie viele Wörter zwischen Subjekt und Prädikat stehen – je mehr dazwischen passiert, desto eher steigt jemand vorher aus. Für Werbetexte und Landingpages ziehe ich die Grenze strenger als für einen Fachartikel, weil dort die Aufmerksamkeitsspanne noch kürzer ist.

Duden.de bleibt für Detailfragen mein Reflex, aber bei der Verständlichkeit eines ganzen Absatzes stößt eine reine Grammatikprüfung an ihre Grenzen. Dazu gibt es anderswo mehr zu sagen, hier nur so viel: Rechtschreibung und Verständlichkeit sind zwei verschiedene Baustellen.

Die Grenze zwischen Kürzen und Kaputt-Kürzen

Kürzer ist nicht automatisch verständlicher. Bei einem Absatz über eine Behandlungsmethode für eine Kundin aus dem Therapie-Umfeld hätte striktes Kürzen wichtige Fachbegriffe gekostet. Der Text wäre zwar kurz geworden, aber ungenauer. Genau hier hilft kein Tool weiter: WORTLIGA zeigt dir die Symptome (zu lang, zu passiv, zu verschachtelt), aber ob ein Fachbegriff bleiben darf, entscheidest am Ende du.

Verschiedene Textsorten verlangen unterschiedliche Kompromisse zwischen Kürze und Präzision, und das ist wieder ein eigenes Kapitel – für eine Landingpage gelten andere Maßstäbe als für einen Ratgebertext. Wer wissen will, welches Tool für den eigenen Workflow besser passt, findet in meinem Vergleich Lexosophie oder Wortliga: Welches Tool Freelance Copywriter wirklich brauchen mehr dazu.

Ausgedrucktes Manuskript einer Freelance Copywriterin mit handschriftlichen Korrektionen und roten Markierungen

Warum ein Schreibtool die Grammatik-Angst nicht allein löst

Die Angst vor dem Konjunktiv II kenne ich gut, auch wenn das hier nicht das Thema ist, das ich in aller Tiefe auswalze. Was mich näher beschäftigt: Ein Tool markiert einen Satz als zu kompliziert, erklärt dir aber nicht, warum er beim Lesen unangenehm wirkt. Meine Stammkundin Silke Hartmann-Breuß, Psychotherapeutin in Berlin, für die ich seit Jahren den monatlichen Patienten-Newsletter schreibe, hat dafür ein Gespür, das kein Score der Welt abbildet: Sie erkennt Formulierungen, die unbeabsichtigt Druck aufbauen, obwohl WORTLIGA an der Stelle gar nicht rot markiert.

Bevor ich mich intensiver mit Schreibtools beschäftigt habe, hatte ich mal einen Journalismus-Schreibkurs belegt, in der Annahme, das würde meinen Werbetexten helfen. Kaum etwas davon ließ sich übertragen. Nachrichtensprache und Verkaufstext folgen komplett unterschiedlichen Regeln, und ich saß danach mit einem Haufen Wissen da, das ich in meinem Alltag als Copywriterin kaum je gebraucht habe.

WORTLIGA und lexosophie im Zusammenspiel nutzen

Weil das Tool allein die Unsicherheit nicht auflöst, habe ich zusätzlich in den Kurs von lexosophie investiert. Kerstin Schimkus baut darin mehr auf als das klassische Subjekt-Prädikat-Objekt-Schema. Der Kurs geht an die Logik hinter den Regeln, nicht nur an die Regeln selbst. Neun Monate Zugang zum Material waren für mich als Freelancerin wichtig, weil ich nicht alles in zwei Wochen durchpauken musste, sondern in meinem eigenen Tempo lernen konnte.

Ob sich ein Kurs wie dieser finanziell lohnt, ist eine andere Rechnung, die ich an anderer Stelle ausführlicher aufmache. Hier reicht der Hinweis, dass sich der Aufwand für mich im Kundenfeedback bemerkbar gemacht hat.

Mittlerweile schicke ich einen Blogartikel ab und schaue Stunden später noch einmal drüber, einfach aus Gewohnheit. Und finde regelmäßig keinen einzigen Konjunktiv-Fehler mehr darin. Das ist für mich der eigentliche Beweis, dass Tool und Training zusammen mehr bringen als jedes für sich.

Wie diese Routine trotz Unterbrechungen im Homeoffice überhaupt funktioniert, ist wieder eine andere Geschichte. Schreibroutinen und Kinderbetreuung vertragen sich selten auf Anhieb.

Welches Schreibtool sich überhaupt lohnt, hängt von Textsorte, Budget und Vorwissen ab, dazu an anderer Stelle mehr. Für alle, die vor allem an ihren Verkaufstexte optimieren arbeiten, zählt vor allem, dass jeder Satz auf der Landingpage sofort verständlich ist, weil dort niemand zweimal liest, bevor er wieder abspringt.

Mein Werkzeug-Fazit für Texter unter Deadline

Perfekt ist WORTLIGA nicht. Manchmal schlägt das Tool Kürzungen vor, die einem Text den Rhythmus nehmen. Gerade beim Storytelling brauchen Sätze ab und zu mehr Raum zum Atmen. Als Korrektiv gegen meinen Hang zu verschachtelten Sätzen ist es trotzdem kaum zu ersetzen, und es spart mir in der Korrekturschleife spürbar Zeit.

Tablet mit Online-Schreibkurs zu Grammatik und Notizbuch auf dem Schreibtisch einer Texterin

Falls du auch am Küchentisch sitzt und dich fragst, warum sich deine Texte zäh anfühlen: Probier die WORTLIGA Textanalyse an einem echten Kundentext aus, nicht an einem Testsatz. Und falls dich dieselbe Grammatik-Unsicherheit immer wieder einholt, ist ein Kurs wie der von lexosophie die naheliegendere Investition als noch ein weiteres Tool. Ein gutes Tool macht dich schneller, ein gutes Training macht dich sicherer. Zusammen ist das der Unterschied zwischen einem Text, der nur korrekt ist, und einem, der auch gelesen wird.

Veronika Stein-Wulf, eine Kollegin, die ich über einen Community-Thread zu Konjunktiv-Fehlern in Marketingtexten kennengelernt habe, hat zu praktisch jedem Tool auf dem Markt eine Meinung, gefragt oder nicht. Wenn wir uns an der Deutzer Werft treffen, dauert es selten zehn Minuten, bis sie mir ungefragt erklärt, was sie an meiner aktuellen Tool-Auswahl fragwürdig findet. Bis dahin: Schreib einfach weiter, auch wenn WORTLIGA beim ersten Versuch noch viel Rot zeigt.

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