
Der Konjunktiv II kostet mich in Kundentexten mehr Korrekturschleifen als jede andere Grammatikform – mehr als Kommasetzung, mehr als doppelte Wortwiederholungen, mehr als alles andere, was mir in einem Briefing durchrutscht. Was in der Schule mal kurz als Konjunktiv II abgehakt wurde, entscheidet heute mit darüber, ob eine Sales Page nach Profi klingt oder nicht.
Ein Transparenz-Hinweis, bevor es weitergeht: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu Lexosophie und Wortliga. Kaufst du über einen dieser Links, bekomme ich eine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Getestet habe ich beide selbst, unter echtem Deadline-Druck, nicht im Labor.
Wortliga prüft, was du schon geschrieben hast. Lexosophie sorgt dafür, dass du von Anfang an weniger falsch schreibst. Für die meisten Copywriter im Freelance-Alltag ist die ehrliche Antwort: beide, nur an unterschiedlichen Stellen im Workflow – und genau das versuche ich hier technisch aufzudröseln, statt dir nur ein Bauchgefühl zu liefern.
Der Unterschied zwischen Prüf-Tool und Schreibkurs
Die Frage klingt banal, ist es aber nicht: Ein Prüf-Tool arbeitet mit dem Text, der schon vor dir liegt. Ein Schreibkurs arbeitet mit dir – mit den Mustern, die du beim Schreiben unbewusst wiederholst. Die Angst vor dem Konjunktiv II ist bei vielen Kolleginnen ein eigenes, größeres Thema, das ich hier bewusst nicht aufmache, weil es an anderer Stelle schon gründlich behandelt wird.
Einmal habe ich mir sämtliche Konjunktiv-Regeln fein säuberlich auf Karteikarten geschrieben, nach Verbtyp sortiert. Eine Woche später konnte ich unter Zeitdruck keine einzige davon mehr abrufen – das Wissen war da, aber nicht abrufbereit, und genau das ist der Unterschied zwischen Regeln kennen und Regeln anwenden können.
Wo eine reine Grammatikprüfung an ihre Grenzen stößt, ist noch mal eine andere Geschichte für sich.
Lexosophie geht an die Syntax, nicht an die Oberfläche
Lexosophie ist kein Tool, in das du einen Text kopierst und Grün oder Rot bekommst. Es ist ein Schreibkurs von Kerstin Schimkus mit neun Monaten Zugang zu Modulen, Übungen und Feedback zur eigenen Syntax. Der Unterschied zu allem, was ich vorher probiert hatte: Es erklärt nicht nur, dass ein Satz holprig klingt, sondern warum die Struktur nicht trägt. Mehr zum Praxistest liest du in meinem Beitrag über die beste Grammatikprüfung für professionelle Texte.

Wenn ich heute einen Konjunktiv-II-Satz schreibe, zögere ich innerlich nicht mehr – ich weiß einfach, welche Form stimmt, ohne zwischendurch das Fenster zu Duden.de aufzumachen. Genau dieses Fundament hat mir vorher gefehlt, obwohl ich täglich mit deutschen Kundentexten arbeite. Ob sich ein mehrmonatiger Schreibkurs für eine Freelancerin überhaupt rechnet, ist eine eigene Rechnung, die jede für sich aufmachen muss – von mir bekommst du hier keine Pauschalantwort dazu.
Wortliga: Sofortcheck für Lesbarkeit und Tempo
WORTLIGA Textanalyse ist seit 12 Jahren am Markt, ein echtes Urgestein unter den deutschen Schreibtools. Ich greife darauf zurück, wenn ein Briefing eng ist und mehrere Blogartikel gleichzeitig raus müssen – Momente, in denen keine Zeit für tiefschürfende Syntax-Analyse bleibt. Das Tool zeigt sofort den Flesch-Grad eines Textes an und markiert Passivkonstruktionen, Füllwörter und Schachtelsätze. Für die Klarheit von Verkaufstexten und Landingpages ist das besonders wertvoll, weil es genau da ansetzt, wo Leserinnen am schnellsten abspringen. Wie verständlich ein Text am Ende bei den Leserinnen ankommt, hängt allerdings von mehr ab als von einem einzelnen Wert – dazu habe ich extra etwas zur Verständlichkeit von Texten geschrieben.
Eine Stammkundin von mir, Silke Hartmann-Breuß, ist Psychotherapeutin in Berlin und bekommt von mir jeden Monat einen Newsletter an ihre Patientinnen und Patienten. Sie liest jede Korrektur selbst und schickt ihre Anmerkungen handschriftlich per Post zurück – was mich zwingt, genau begründen zu können, warum ich eine Formulierung so und nicht anders gewählt habe, bevor ich überhaupt an Grammatik-Feinheiten denke. Der Lesbarkeitsindex selbst ist übrigens nur eine Zahl unter mehreren, die ich mir anschaue, wenn ich einen Entwurf vor der Abgabe noch mal gegenlese.
Zwei Schreibtools, zwei Philosophien: die Auswahlkriterien
Es gibt inzwischen ganze Kataloge an Auswahlkriterien für deutsche Schreibtools. Ich verzichte hier auf die große Übersicht und spitze die Frage zu: zwei Tools, zwei völlig verschiedene Philosophien, gemessen an genau der Anforderung, die ich als Copywriterin jeden Tag habe. Lexosophie setzt auf Grammatik-Sicherheit, Syntax-Verständnis und langfristiges Lernen – gedacht für Copywriter, die strukturelle Tiefe suchen und ihr Schreiben grundsätzlich verändern wollen. Wortliga setzt auf Lesbarkeit, Stil-Check und Geschwindigkeit – gedacht für den täglichen Content-Betrieb, in dem ein Text in zehn Minuten stehen muss.
Newsletter, Landingpage, Blogartikel: Jede Textsorte stellt andere Anforderungen an ein Schreibtool, und welches davon für welchen Zweck am besten passt, ist wieder eine eigene Geschichte. Meine Schreibroutine wird davon abgesehen ohnehin ständig unterbrochen, meistens von einem Kind, das gerade wieder etwas umgeworfen hat – Konzentration ist für mich sowieso Glückssache.
So entscheidest du zwischen beiden Tools
Wenn du gerade erst dabei bist, ein Gefühl für sauberes Deutsch zu entwickeln, oder einfach nur schnell vor der Abgabe noch mal gegenchecken willst, ob dein Text hakt: Dann ist WORTLIGA die richtige Wahl. Stabil, bewährt, sofort einsetzbar.
Stößt du dagegen immer wieder an dieselben grammatikalischen oder strukturellen Grenzen und willst das grundsätzlich ändern, lohnt sich ein Blick auf Lexosophie. Die neun Monate Zugang sind eine Ansage an Zeit und Aufmerksamkeit, aber die Übungen verändern dein Schreiben spürbar – es ist der Unterschied zwischen einen Text irgendwie hinkriegen und genau wissen, was man tut.
Am Ende ist es wie mit Kaffee am Morgen: Manchmal willst du den schnellen Espresso, der dich sofort wachrüttelt, und manchmal die Zeremonie eines langsam aufgebrühten Filterkaffees, bei dem du die Nuancen erst richtig schmeckst. Konjunktiv II beschäftigt übrigens nicht nur mich – meine Kollegin Veronika hat vor Jahren in einer Schreib-Community einen ganzen Thread nur zu diesem Thema losgetreten, an den ich mich noch heute erinnere, wenn mir wieder ein "wäre" durch den Kopf geistert.
Willst du deine Grammatiksicherheit strukturell aufbauen, ohne dich bei jedem Satz zu fragen, ob er stimmt: Probier Lexosophie hier aus oder check deine Texte fix mit der Wortliga Textanalyse. Dein nächstes Kundenbriefing wird es dir danken.