
Ein fehlendes Komma in einer flotten Instagram-Caption bemerkt fast niemand. Ein fehlendes Komma vor einem erweiterten Infinitiv auf der Sales Page eines Kunden dagegen schon – und genau deshalb lohnt es sich, Zeichensetzung online zu prüfen, bevor ein Text rausgeht. Ich schreibe seit Jahren Website-Texte, Blogartikel und Newsletter für kleine Unternehmen im DACH-Raum, und die Frage, welches Schreibtraining oder welches der ganzen Copywriting-Tools wirklich etwas bringt, taucht bei fast jedem neuen Briefing wieder auf. Dieser Artikel ist mein nüchterner Vergleich – lexosophie im Test gegen die WORTLIGA Textanalyse, ohne Marketing-Sprech, dafür mit den Kommaregeln, die in der Praxis wirklich zählen.
Kurzer Fairness-Hinweis vorab: Die Links zu lexosophie und zur WORTLIGA Textanalyse in diesem Artikel sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber etwas, bekomme ich eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Getestet habe ich beides selbst, an meinem eigenen Küchentisch, über mehrere Kundenprojekte hinweg – nicht nur in der Theorie.
Der Auslöser für diese ganze Recherche war ein Kunde, der mich vor einiger Zeit auf einen falsch gesetzten Konjunktiv II auf einer Landingpage hingewiesen hat – die Angst davor, die daraus bei vielen Freelancer-Kolleginnen entsteht, ist noch mal ein eigenes Thema. Seitdem gehe ich systematischer vor, statt bei jedem Halbsatz auf gut Glück zu tippen. Also habe ich angefangen herauszufinden, wie man Zeichensetzung online prüfen kann, ohne bei jedem Nebensatz kurz die Luft anzuhalten.
Die drei Grundregeln fürs Komma, die in Kundentexten ständig kippen
Bevor wir über Software sprechen, kurz die Substanz: Es gibt drei Kommaregeln, die in so gut wie jedem Kundentext aus der Coaching- oder Shop-Ecke immer wieder kippen, egal wie erfahren die Verfasserin ist. Die erste betrifft Nebensatz-Einleiter wie dass, weil, obwohl oder während – davor steht immer ein Komma, ganz ohne Ausnahme, und das ist zum Glück die einfachste der drei Regeln.
Die zweite Regel wird schon unangenehmer: erweiterte Infinitivgruppen mit zu. Bei um zu, ohne zu, statt zu oder anstatt zu steht das Komma verpflichtend, das ist seit der Rechtschreibreform von 1996 klar geregelt und betrifft die Kommasetzung bei genau dieser Konstruktion. Schwieriger wird es beim einfachen Infinitiv mit zu ohne diese Zusätze – da ist das Komma offiziell eine Kann-Regel, aber meine Faustregel aus der Praxis: Sobald die Infinitivgruppe ein eigenes Objekt oder eine Ergänzung hat, zum Beispiel bei versucht, den Kunden zu überzeugen, setze ich das Komma trotzdem, weil es der Leserin beim ersten Durchgang hilft.
Regel Nummer drei ist die, die mich selbst am längsten beschäftigt hat, weil sie so unscheinbar wirkt: sowie. Steht sowie als einfaches Bindewort im Sinne von und zwischen zwei gleichrangigen Satzgliedern, kommt kein Komma davor. Führt sowie dagegen eine nachgestellte Erläuterung oder einen Nebensatz ein, kehrt das Komma zurück. Das klingt nach Kleinkram, entscheidet aber in Sales Pages ziemlich oft darüber, ob ein Satz beim zweiten Lesen holprig wirkt oder nicht.

Reicht ein Grammatik-Tool wirklich für professionelle Zeichensetzung?
Kurze Antwort: teilweise.
Cloud-basierte Prüftools erkennen komplexe Satzstrukturen inzwischen ziemlich zuverlässig, verarbeiten deine Kundentexte dafür aber auswärts auf fremden Servern – ein Punkt, über den man bei sensiblen Briefings kurz nachdenken sollte, auch wenn das ein Thema für sich ist. Die Gratis-Version von LanguageTool habe ich zum Beispiel eine ganze Weile benutzt und nach zwei Wochen frustriert wieder sein lassen, weil sie bei verschachtelten Nebensätzen entweder falsch lag oder einfach gar nichts markierte. Ob Duden.de allein als Nachschlagewerk für professionelle Texte reicht, ist noch mal eine andere Diskussion – hier soll es erstmal nur um die Zeichensetzung selbst gehen.
lexosophie im Test gegen WORTLIGA: Schreibtraining oder Schnellcheck
Zwei Tools sind mir bei der Recherche ständig über den Weg gelaufen. Die WORTLIGA Textanalyse ist seit über einem Jahrzehnt am Markt und eher ein schneller Espresso für zwischendurch: Text reinkopieren, Lesbarkeit und Stolperstellen checken, fertig. lexosophie funktioniert komplett anders – kein Prüf-Knopf, sondern ein Schreibtraining mit mehrmonatigem Zugang, das dir die Regeln so beibringen will, dass du sie irgendwann nicht mehr nachschlagen musst.
In meinem ausführlicheren Test zu Lexosophie als Alternative zur Duden Online Prüfung für Freelance Copywriter gehe ich mehr auf den Kurs selbst ein – ob sich ein Schreibkurs gegenüber einem reinen Tool überhaupt lohnt und ob sich die Investition für Freelancer rechnet, sind eigene Fragen, die ich dort ausführlicher beantworte. Für diesen Artikel reicht ein einfacher Fakt: Bei einem kürzlich abgeschickten Blogartikel für einen Kunden war später kein einziger Konjunktiv-Fehler drin, obwohl ich beim Schreiben nicht bewusst darauf geachtet hatte.

So prüfst du eigene Texte auf Zeichensetzung, bevor sie beim Kunden landen
Mein Ablauf sieht inzwischen so aus, Schritt für Schritt: Zuerst gehe ich den Entwurf einmal nur auf die drei Kommaregeln von oben durch, ohne mich vom Inhalt ablenken zu lassen. Am Anfang habe ich mir dafür handgeschriebene Zettel mit den immer gleichen Ausnahmen an den Bildschirmrand geklebt, weil ich den Regeln noch nicht getraut habe – mittlerweile sind sie überflüssig geworden, aber ich habe sie trotzdem noch da hängen.
Danach läuft der Text durch die WORTLIGA Textanalyse im Test für anspruchsvolles Content Marketing, um Floskeln und unnötig lange Sätze rauszufiltern – wie verständlich ein Text für Leserinnen ist und was ein Lesbarkeitsindex im Detail aussagt, sind eigene Themen, die ich woanders vertiefe. Hier interessiert mich vor allem, ob nach dem Kürzen noch alle Kommas an der richtigen Stelle stehen, weil sich durch Umstellungen gerne neue Fehler einschleichen.
Bei Sales Pages oder Landingpages schaue ich noch mal gesondert hin, weil dort ein falsch gesetztes Komma vor einem Call-to-Action schneller auffällt als irgendwo sonst im Text – dazu gibt es Beste Grammatikprüfung für Landingpages und Sales Pages für Freelance Texter mit mehr Details. Klarheit im Verkaufstext hängt an mehr als nur an der Zeichensetzung, aber saubere Kommas gehören definitiv dazu.
Welches Tool brauchst du wirklich – Trainingskurs oder Prüfsoftware?
Wenn du nur einen schnellen Sicherheitscheck für zwischendurch brauchst, um grobe Flüchtigkeitsfehler und unklare Sätze abzufangen, reicht WORTLIGA als grundsolide, sofort einsetzbare Lösung völlig aus. Wenn du dagegen wie ich über Jahre mit Zeichensetzung gehadert hast und die Kommaregeln endlich verinnerlichen statt jedes Mal neu nachschlagen willst, ist lexosophie die Investition, die sich auszahlt – weil sie dich unabhängig von jedem Tool macht, nicht nur von diesem einen.
Am Ende zahlst du so oder so mit Zeit – entweder mit der Zeit, die ein Tool dir für schnelle Korrektionen spart, oder mit der Zeit, die ein Training investiert, damit du gar keine Korrektionen mehr brauchst. Für die meisten Freelancer-Kolleginnen, die ich kenne, hat sich Letzteres langfristig mehr ausgezahlt – schau dir lexosophie also ruhig direkt einmal genauer an, bevor der nächste Kunde einen Kommafehler findet, den du selbst hättest sehen können.
lexosophie
Vorteile
- + Tiefgreifendes Training statt nur Fehlerkorrektur
- + 9 Monate begleiteter Zugang für echte Sicherheit
- + Enormer Boost für das eigene Schreib-Selbstbewusstsein
- + Sehr hoher Praxisbezug für Freelance-Texter
Nachteile
- ✗ Kein Quick-Fix für eilige Korrektionen
- ✗ Höhere zeitliche Investition nötig